Friedemann Weise ist der geistige Führer der deutschen Satiropopszene. Musikalisch grenzbegabt schlawinert der sympathische Autist zwischen klassichem Singer/Songwritertum und allen bekannten Spielarten des Pop. Er hat bisher zwei EPs und zwei Albem rausgebracht und seit 2006 über 180 Gigs gespielt. Im Livegeschäft wird er allerorts für seine lustigen Ansagen gelobt, die zum Teil länger sind als seine kurzen Lieder.
Er selber sieht die Sache jedoch so:
Autobiographie
Part 1 – Das junge Genie
Ich wurde als sechstes Kind eines schottischen Kunsthändlers und einer schwedischen Handballerin in Prag geboren. Meine Kindheit verbrachte ich in einem Schweizer Sanatorium, wo ich bereits im Alter von vier Jahren die Sinfonie “Mettwurstdämmer” komponierte. Mit zwölf Jahren erhielt ich ein Stipendium für das Berkeley College for Modern Music (BCMM), wo ich mit 19 in den Fächern Komposition und Dirigenz diplomierte.
Part 2 – Der Sturz
Als ich aufwachte hatte ich alles verloren. Ich lag in einem abgedunkelten Raum einer Kölner Intensivstation. An nichts konnte ich mich erinnern. Als der Chefarzt mir meine Sinfonie vorspielte, musste ich kotzen. Kein Schimmer! Ich war schon Mitte zwanzig und gleichzeitig erst null. Diesmal lernte ich nur drei Akkorde, damit ich nicht mehr so viel vergessen könnte.
Part 3 – Zurück auf der Bühne
Nach einer bestimmten Zeit war ich bereits auf die Bühne zurückgekehrt. Meine Stimme ist noch leicht brüchig und unsicher. Die linke Hand will auch nicht immer so wie ich. Aber der Chefarzt (Dr. Jens Lebra) hat mir Hoffnungen gemacht, dass es vorerst nicht schlimmer wird. Ich soll hart an mir arbeiten, denn das Leben kennt keine Überstunden.